Brillenversicherungen im Vergleich

Mit einer Brillenversicherung nehmen Interessenten eine private Zusatzversicherung in Anspruch, welche die Kosten für den Erwerb einer neuen Brille zumindest partiell übernimmt. Ebenso wie eine Vielzahl anderer Policen, trägt die Brillenversicherung dazu bei, eine Absicherung gegen finanzielle Härtefälle zu gewährleisten

Wieso eine Brillenversicherung?

Es kann keine generelle Aussage darüber getroffen werden, welchen finanziellen Anteil die Brillenversicherung übernimmt. Die Konditionen der einzelnen Anbieter unterscheiden sich ebenso wie die gewählten Tarife. Da mittlerweile nahezu zwei Drittel aller Deutschen eine Brille benötigen, hat die Versicherung für den Erwerb einer Brille durchaus ihre Berechtigung. Im Regelfall ist der Erwerb einer Sehhilfe mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden. Da sich die relativ geringen Beiträge für die Police auf längere Zeiträume verteilen, fällt der Erwerb der Sehhilfe im Bedarfsfall nicht zu sehr ins Gewicht dennoch sollte man einen Brillenversicherungvergleich durchführen.

Der kostenlose Brillenversicherung Vergleich

Von besonderer Bedeutung ist die Brillenversicherung hierzulande, da gesetzlich versicherte Personen seit Januar 2004 keinen Anspruch mehr auf eine finanzielle Unterstützung für Sehhilfen haben. Von dieser Regelung sind nur Kinder unter 18 Jahren ausgenommen. Zudem übernehmen Krankenkassen in seltenen Fällen die Kosten, wenn eine schwere Sehbehinderung vorliegt. Mit diesen Maßnahmen haben gesetzliche Krankenversicherungen die finanziellen Leistungen zur Unterstützung sehbehinderter Personen enorm verringert. Vor 2004 übernahmen die Institutionen die Kosten für den Erwerb der Brillengläser. Im Gegenzug mussten Betroffene nur die Kosten für besondere Wünsche wie entspiegelte Gläser (auf Wunsch) oder Brillenfassungen übernehmen. Um diesem finanziellen Mehraufwand entgegen zu wirken, füllen die Policen die entstandene Versicherungslücke und übernehmen die Kosten für die Sehhilfen zu großen Teilen oder gar in vollem Umfang.

Als sinnvoll wird eine Versicherung für die Brille für Personen erachtet, die zwischen 35 und 55 Jahren alt sind. Da sich die Sehkraft während dieses Lebensabschnitts häufig verringert, müssen viele Menschen dieses Alters früher oder später über den Erwerb einer Brille nachdenken. Ein Großteil dieser Altersgruppe ist von der Altersweitsichtigkeit betroffen, der Interessenten mit Einstärkenbrillen oder einer Lesebrille entgegen wirken können. Die Kosten für diese Sehhilfen sind jedoch relativ gering. Leiden Personen bereits vor Abschluss der Police an einer Sehschwäche, gilt die Brillenversicherung als besonders sinnvoll. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass Betroffene bereits ein Anrecht auf eine neue Brille haben, wenn sich die Sehkraft um mindestens 0,5 Dioptrien verschlechtert. Haben Personen schon während der Pubertät bemerkt, dass deren Sehstärke abnimmt, ist diese Police ebenfalls interessant. Da die Entwicklung der Kurzsichtigkeit oft mit dem Wachstumsprozess einher geht, ist ein Abschluss einer Brillenversicherung in diesen Fällen zwischen dem 18. und 26. Lebensjahr empfehlenswert.

Tragen Betroffene bei Sport- sowie Freizeitaktivitäten eine Brille, ist die Police insofern interessant, als dass die Wahrscheinlichkeit für Beschädigungen der Sehhilfen stark ansteigt. Möchten sich Betroffene alle zwei bis drei Jahre einfach eine neue Brille zulegen oder sind Personen im Bedarfsfall erfahrungsgemäß knapp bei Kasse, erscheint die Police ebenfalls als sinnvoll.

Brillenversicherung – was kostet eine Brillenversicherung?

Eine allgemeine Aussage über die Kosten einer Brillenversicherung kann nicht getroffen werden. Da sich die Tarife und Leistungen der einzelnen Versicherungsanbieter deutlich voneinander unterscheiden, variieren die Beiträge für die Policen ebenso. Einige Versicherungsunternehmer stellen mehrere Versicherungspakete samt Brillenversicherung zur Verfügung, deren Nutzen-Aufwands-Verhältnis die Interessenten für sich abwägen sollten. Hinzu kommt, dass sich der Beitrag für die Versicherung in Abhängigkeit des Alters, des Geschlechts sowie anderen Faktoren unterscheidet. Um sich einen genauen Überblick über die Konditionen und Leistungen der Anbieter zu verschaffen, empfehlen Experten einen kostenfreien und unverbindlichen Online-Vergleich.
Wer bietet alles eine Versicherung für eine Brille an?

Zahlreiche Versicherungsunternehmen offerieren mittlerweile eine Brillenversicherung. Entscheiden sich Interessenten für die Offerten der Allianz, Universa, Düsseldorfer, Signal Iduna, der Halleschen oder der Württembergischen, erfolgt der Abschluss der Police häufig in Paketen mit einer Heilpraktikerversicherung oder Zahnzusatzversicherung. In Kooperation mit der HanseMerkur bietet Fielmann außerdem eine Brillenversicherung zum Nulltarif an. Diese Police dürfen Interessenten beim Erwerb einer neuen Brille abschließen. Auch wenn bei dieser Versicherung von einem Nulltarif die Rede ist, müssen Interessenten trotzdem einen Tarif zahlen. Die Konditionen dieser Brillenversicherung enthalten den Ersatz einer Sehhilfe mit Einstärkengläsern, wenn die Vertragsparteien eine jährliche Prämie von zehn Euro vereinbaren. Andere Tarife beziehen sich unter anderem auf den Ersatz von Brillen mit Mehrstärkengläsern.

Die Ergo Direkt ist ein weiterer Ansprechpartner für Brillenversicherungen. Dieses Versicherungsunternehmen offeriert zwei Tarife, die in der Höhe der Zuschüsse variieren. Alle zwei Versicherungsjahre gewährt dieser Spezialist einen Zuschuss für Sehhilfen, der sogar erstattet wird, wenn sich die Dioptrie nicht verändert hat. Interessant ist bei diesem Versicherungspaket die einmalige Kostenübernahme einer Laser-Korrektur im Wert von 1.000 Euro. Alle zwei Kalenderjahre unterstützt die Barmenia Brillenversicherung die Versicherungsnehmer beim Kauf von Sehhilfen bis 300 Euro. Volle 100 Prozent bezahlt der Ansprechpartner in diesem Zeitraum oder bei Veränderungen der Sehstärke von über 0,5 Dioptrien. Fällt die Wahl auf eine Police von Apollo-Optik, sollten Betroffene wissen, dass sie diese Versicherung nur mit einem Brillenkauf abschließen können. Die Höhe vom Beitrag richtet sich bei dieser Versicherung nach der Höhe des Preises der erworbenen Brille.

Im Gegensatz zur DKV Brillenversicherung, die alle zwei Jahre einen Leistungsanspruch von 80 Prozent des Rechnungsbetrages übernimmt, offeriert die Arag keine reine Police für Sehhilfen. Trotzdem sind die drei Gesundheits-Ergänzungstarife der Arag insoweit interessant, als dass in diesen Tarifen ebenfalls eine Übernahme der Kosten für andere Serviceleistungen enthalten ist. Sowohl die Kosten für alternative Heilmethoden, den Heilpraktiker als auch eine Auslands-Krankenversicherung sind in dieses Paket integriert. Erwähnenswert ist das Versicherungspaket der R + V Versicherung, das alle zwei Jahre einen Zuschuss für Augen-Laser-OPs oder Sehhilfen von 400 Euro gewährt. Da das Unternehmen diese Versicherung in drei unterschiedlichen Tarifen anbietet, sind Vorsorgeuntersuchungen wie die Krebsvorsorge oder ein Hautkrebs-Screening mit Hilfe des Auflichtmikroskops unmittelbar enthalten.

Brillenversicherung getestet – Erfahrungen

Aktuellen Testergebnissen zufolge sind es vor allem die Kombipakete für gesetzlich Versicherte, die in Tests empfohlen werden. Einige Versicherungsunternehmen wie die Allianz offerieren ihren Kunden Versicherungspakete, die neben der Brillenversicherung ebenfalls eine Heilpraktikerversicherung, Zahnzusatzversicherung oder ähnliche Policen enthalten. Diese Pakete schneiden in den Bewertungen der Stiftung Warentest besonders gut ab. Fällt die Wahl auf den Tarif ‚ZA2 75’ der Mannheimer, entscheiden sich Betroffene für ein besonders gut bewertetes Angebot, das jedoch relativ kostenintensiv ist. Der ‚AN’-Tarif der Barmenia erhielt ähnlich gute Bewertungen, ist jedoch mit einem geringeren Kostenaufwand verbunden. Wählen Interessenten den ‚AB’- oder ‚723 Plus’-Tarif der Allianz oder den ‚EZ2’-Tarif der Universa aus, profitieren Verbraucher ebenfalls von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Brillenzusatzversicherung – welche Zusatzversicherungen gibt es noch?

Im Gegensatz zur reinen Brillenversicherung zeichnet sich die Brillenzusatzversicherung durch weitere Dienstleistungen aus, die im Versicherungspaket enthalten sind. Der Unterschied zur Brillenversicherung besteht bei einer Zusatzversicherung darin, dass nicht die Sehhilfe, sondern die Augen der Kunden im Vordergrund stehen. Im Regelfall sind Zusatz-Leistungen für Glaukom-Untersuchungen (grüner Star) im Leistungsumfang enthalten. Damit diese Erkrankung in einem vorzeitigen Stadium erkannt wird, gehören Untersuchungen wie die Tonometrie (Messung des Augeninnendrucks) sowie die Perimetrie (Messung des Gesichtsfelds) den Versicherungspaketen an. Ebenso häufig ist die Gonioskopie – eine Untersuchung des Kammerwinkels – ein wichtiger Bestandteil der Zusatzversicherung.
Andere Versicherungsanbieter offerieren Versicherungspakete, in denen neben der Brillenversicherung ebenfalls die Kostenübernahme bei Inanspruchnahme eines Heilpraktikers oder von Zahnzusatzleistungen enthalten ist. Finanzielle Zuschüsse für eine Sehschärfenkorrektur in Form einer Laser-Operation gehören bei einigen Anbietern ebenso zum Leistungsumfang wie Erstattung bei einer unfallbedingten Erblindung. Im Fall einer unfallbedingten Erblindung erhalten Versicherungsnehmer finanzielle Unterstützung, die sich auf erforderliche Schulungen, Hilfsmittel oder Umbaumaßnahmen bezieht.

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